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Perspektiven und Ergebnisse

der Veranstaltungsreihe #lassunsreden 2015

Die Jugend als eigenständige Lebensphase mit spezifischen Chancen und Herausforderungen markiert den Leitgedanken für die Ausgestaltung einer Eigenständigen Jugendpolitik. Sie muss eine Politik für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen sein, muss unterschiedliche Lebensentwürfe, Lebenswelten und Bedürfnisse anerkennen, respektieren und fördern.

Dieser Herausforderung stellt sich die JUST - Jugendstiftung Sachsen gemeinsam mit örtlichen und überörtlichen Akteuren der sächsischen Kinder- und Jugendhilfe. An dieser Stelle möchten wir unsere Ergebnisse und Perspektiven für eine Eigenständige Jugendpolitik in Sachsen vorstellen.

Eigenständige Jugendpolitik – was ist das (nicht)?

Die Jugend als eigenständige Lebensphase mit spezifischen Chancen, Aufgaben und Herausforderungen markiert den Leitgedanken und die politische Motivation für die Ausgestaltung einer Eigenständigen Jugendpolitik. Sie muss eine Politik für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen sein, muss unterschiedliche Lebensentwürfe und Bedürfnisse anerkennen, respektieren und fördern.

Datum: 2. Juni 2015, 16:00 Uhr
Ort: riesa efau. Kultur Forum Dresden, Dachsaal, Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden

Mit mehr als 40 Teilnehmer_innen wurden die Aspekte und Facetten einer Eigenständigen Jugendpolitik in Sachsen diskutiert und Herausforderungen erarbeitet. In der nachfolgenden Zusammenfassung sind die wesentlichen Diskussionsergebnisse dargestellt.

Einmischen und Mitgestalten

Wie können gute Voraussetzungen für eine gelingende Beteiligung junger Menschen geschaffen und wer sollte hiervon überzeugt und eingebunden werden? Was Jugendliche benötigen sind vorbedingungsarme Gelegenheitsstrukturen für individuelle und gemeinsame Aktivitäten, Ausdrucksformen und Kreativität, in deren Nutzung wichtige Anstöße für die gesellschaftlichen Entwicklungsprozesse vor Ort entstehen können.

Datum: 11. Juni 2015, 16:00 Uhr
Ort: Soziokulturelles Zentrum „Alte Brauerei“, Geyersdorfer Straße 34, 09456 Annaberg-Buchholz

Mit etwa 30 Teilnehmer_innen wurden die Aspekte und Facetten einer kommunalen Kinder- und Jugendbeteiligung beleuchtet und benötigte Rahmenbedingungen für erfolgreiche Beteiligungsprozesse in Sachsen diskutiert. In der nachfolgenden Zusammenfassung sind die wesentlichen Diskussionsergebnisse dargestellt.

Jugend auf dem Lande

Das Aufwachsen junger Menschen verändert sich rapide – eine enorm gestiegene und kontinuierlich steigende Bedeutung medialer und virtueller Lebenswelten und Freizeitgestaltung als quasi gegenläufiger Prozess zu einer verinselten, analogen Kindheit und Jugend vor allen in den strukturarmen ländlichen Räumen; eine beständige digitale Vernetzung und Kommunikation mit Gleichaltrigen und den eigenen Eltern, die eine gefühlte Gleichzeitigkeit trotz räumlicher Distanz herstellt; vor allem in ländlichen Regionen spür- und sichtbare Einschränkungen in der öffentlichen Mobilitätsgarantie, den Bildungs- und Freizeitinfrastrukturen, den alternativen Angeboten und Ausdrucksmöglichkeiten in der Jugendkultur.

Mit „Jugend im Blick – Regionale Bewältigung demografischer Entwicklungen“ legt das Deutsche Jugendinstitut einen Projektbericht vor, in dem wesentliche Handlungsfelder für eine Eigenständige Jugendpolitik in ländlichen Räumen benannt werden – jungen Menschen geht es um ihre Freizeitgestaltung (hier fühlen sie sich im Zugang benachteiligt), Jugendliche fühlen sich mit ihren Belangen in politischen Entscheidungen kaum berücksichtigt und sie müssen ihre individuelle Zukunft unter den gegebenen Rahmenbedingungen planen und gestalten. Fragen der Mobilität und Erreichbarkeit sowie der virtuellen Vernetzung stellen sehr wichtige Querschnittsaspekte dar.

Datum: 2. September 2015, 16:00 Uhr
Ort: Ratssaal, Altes Jagdschloss 1, 04779 Wermsdorf

Mit etwa 30 Teilnehmer_innen wurden die Aspekte und Facetten von Jugendzeit im ländlichen Raum, insbesondere bzgl. Infrastruktur, Freizeit und Mobilität diskutiert. In der nachfolgenden Zusammenfassung sind die wesentlichen Diskussionsergebnisse dargestellt.

Videoclips zur Jugendpolitik in Sachsen

Jugendpolitik in Sachsen braucht - Beteiligung

Was verstehen Jugendliche unter Beteiligung und wie sind sie an gesellschaftlichen Prozessen beteiligt?

Jugendpolitik in Sachsen braucht - Werte

Welche Werte sind heute noch von Belang und wie sehen Jugendliche Wertvorstellungen aus?

Jugendpolitik in Sachsen braucht - Mobilität

"(...) Mobil zu sein bedeutet für Jugendliche Freiheit, Unabhängigkeit und die Möglichkeit, den eigenen Lebensweg zu wählen. In der Stadt ist der Mobilitätsalltag von Jugendlichen geprägt von der Abwägung verschiedener Mobilitätsalternativen unter der Bedingung sehr begrenzter Finanzmittel. In ländlichen Regionen sind Jugendliche ohne eigenes Auto entweder von der „Fahrbereitschaft“ ihrer Eltern oder vom schlecht ausgebauten öffentlichen Verkehr abhängig. Unter diesen Umständen wird das Auto oft als die einzige Alternative gesehen, um mobil zu sein. (...)“

Der Text des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen e.V. „Jung und mobil - Bedeutung von Mobilität für Jugendliche in Stadt und Land“ erschien 2010 unter http://www.ufu.de

Jugendpolitik in Sachsen braucht - Demokratie

Einmischen und Mitgestalten - Was bedeutet Jugendlichen Demokratie und wie können gute Voraussetzungen für eine gelingende Beteiligung junger Menschen geschaffen werden?

Jugendpolitik in Sachsen braucht - Europa

Was halten Jugendliche von Europa?