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Jugend auf dem Lande

Wie schaut sie aus, die Jugendzeit im ländlichen Raum? Wie organisieren Kinder und Jugendliche ihre Mobilität, welche Freiräume und Begrenzungen bestehen und wie gestalten sich individuelle Zukunftsperspektiven? Was bedeutet dies für (kommunale) Infrastrukturen und pädagogische Angebote?

Datum: 2. September 2015, 16:00 Uhr
Ort: Ratssaal, Altes Jagdschloss 1, 04779 Wermsdorf

Das Aufwachsen junger Menschen verändert sich rapide – eine enorm gestiegene und kontinuierlich steigende Bedeutung medialer und virtueller Lebenswelten und Freizeitgestaltung als quasi gegenläufiger Prozess zu einer verinselten, analogen Kindheit und Jugend vor allen in den strukturarmen ländlichen Räumen; eine beständige digitale Vernetzung und Kommunikation mit Gleichaltrigen und den eigenen Eltern, die eine gefühlte Gleichzeitigkeit trotz räumlicher Distanz herstellt; vor allem in ländlichen Regionen spür- und sichtbare Einschränkungen in der öffentlichen Mobilitätsgarantie, den Bildungs- und Freizeitinfrastrukturen, den alternativen Angeboten und Ausdrucksmöglichkeiten in der Jugendkultur.

Welche Chancen und Anforderungen ergeben sich aus diesen Entwicklungen für kommunale, sozialräumliche Netzwerke zur Stärkung von Bildungsangeboten, zur Verbesserung individueller Lebensperspektiven, zum Knüpfen neuer Formen der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Schule und Jugendarbeit, zur Schaffung attraktiver Lebens- und Rückkehrbedingungen für Jugendliche? An welchen Stellen könnten oder müssten tradierte Selbstverständnisse, professionelle Rollen im Gemeinwesen und Angebote überprüft und weiterentwickelt werden?

 

Gesprächspartner_innen

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir Veränderungen diskutieren, Veränderungen, die vor allem in der Lebenswelt des jüngeren Teils der Bevölkerung spürbar sind, Veränderungen, die in den Kommunen, der Wirtschaft, den Schulen und der Jugendarbeit mitunter nicht ausreichend reflektiert und in adäquate Handlungsmuster und Angebote übersetzt werden. Ihre Gesprächspartner_innen in Wermsdorf sind:

  • Matthias Müller, Bürgermeister der Gemeinde Wermsdorf
  • Kristian Kirpal, Geschäftsführer der KET Kirpal Energietechnik GmbH Anlagenbau & Co. KG
  • Prof. Stefan Beetz, Professur Soziologie und Empirische Sozialwissenschaft an der Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida (angefragt)
  • Dr. Martin Rudolph, Mitarbeiter des Fachbereichs Sozialpädagogik an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität Dresden (angefragt)