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Perspektiven und Ergebnisse

Fünfter Sächsischer Kinder- und Jugendbericht des sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz

Stellungnahme der AG Eigenständige Jugendpolitik Sachsen

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz hat Ende Mai 2019 den Fünften Sächsischen Kinder- und Jugendbericht veröffentlicht. In der Kurzbeschreibung ist als thematischer Schwerpunkt die Eigenständige Jugendpolitik (EJP) ausgewiesen.


 


Perspektiven und Ergebnisse der Veranstaltungsreihe #lassunsreden 2019

Die Jugend als eigenständige Lebensphase mit spezifischen Chancen und Herausforderungen markiert den Leitgedanken für die Ausgestaltung einer Eigenständigen Jugendpolitik. Sie muss eine Politik für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen sein, muss unterschiedliche Lebensentwürfe, Lebenswelten und Bedürfnisse anerkennen, respektieren und fördern.

Dieser Herausforderung stellt sich die JUST - Jugendstiftung Sachsen gemeinsam mit örtlichen und überörtlichen Akteuren der sächsischen Kinder- und Jugendhilfe. An dieser Stelle möchten wir unsere Ergebnisse und Perspektiven für eine Eigenständige Jugendpolitik in Sachsen vorstellen.

„Die sind doch viel zu jung!“ - Freie Räume für junge Menschen

Beschreibung - Freie Räume für junge Menschen

Durch Geburtenknick und Arbeitswanderung in den 2000er Jahren dünnten sich die peergroups bei den klassischen Jugendlichen von 14 bis 21 Jahren dramatisch aus. Daraus folgte die Überalterung der Jugendclubs bzw. die Umnutzung oder der Verkauf leer stehender Jugendräume. Seit einigen Jahren lässt sich aber eine rückläufige Entwicklung dieses Trends beobachten.

Auch wenn die Generation der 18- bis 21 Jährigen zur Ausbildung oder zum Studium immer noch in die Großstädte abwandern, sind es insbesondere die immer größer werdenden Straßencliquen von 12- bis 16-Jährigen der Klein- und Mittelstädte, die bei der Suche nach einem altersgerechten Treffpunkt mehr und mehr aufbegehren Allerdings sorgt der Minderjährigen-Status dafür, dass ohne erwachsenen Beistand kaum eine Kommune bereit ist, den jungen Wilden Nutzungsrechte einzuräumen.

Wie findet sich nun ein rechtlicher Rahmen für U18-Treffs? Wie weit reicht kommunales Vertrauen unter dem „Was-wenn-was-passiert“-Damoklesschwert? Welches Gewicht hat Jugendschutz in unserer Gesellschaft? Gibt es gemeinsame Nenner in den Erwartungshaltungen der Jugendlichen und denen der Erwachsenen? Wie groß sollte die Verantwortungsübernahme der Kommunenverwaltung und darf Einfluss der Erwachsenen sein? Was ist mit festen Räumen, wenn der Strom der gerade ansteigenden Cliquenzahl wieder versiegt?

Datum: 17. September 2019 (17:00 – 20:00 Uhr)
Ort: Jugendzentrum, Haus 6, Dr.-Belian-Straße 6, 04838 Eilenburg

Kinder- und Jugendpolitik in einer familiengerechten Kommune

Beschreibung - Jugendpolitik & familiengerechte Kommune

Die Lebenslagen und Möglichkeiten im Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen sind eng mit dem Elternhaus verknüpft. Familie ist die Heimat junger Menschen, von der aus sie ihre unmittelbare Umgebung erschließen. Familie ist der Ort für Kinder und Jugendliche, an dem sie Kraft schöpfen und Unterstützung erhalten. Vor welchen Aufgaben steht jedoch eine Kommune im ländlichen Raum, um die notwendigen Rahmenbedingungen für eben diese Heimat zu schaffen? Welche jugendpolitischen Akzente setzt eine familiengerechte Kommune und wo ist sie für Bedarfe junger Menschen eher blind? Wie sollte eine (sachsenweite) Familienpolitik gestaltet sein, dass letztlich Kinder, Jugendliche und Familien in den einzelnen Kommunen gestärkt werden?

Die Stadt Kirchberg sucht mit dem Zertifikatsprozess „Familiengerechte Kommune“ Antworten auf diese Anforderungen zu formulieren und nimmt das Lebensumfeld von Familien vor Ort in den Fokus. Welche Strategien und Lebensbereiche werden in einer familiengerechten Kommune bearbeitet und welche Momente der Stärkung von Kindern und Jugendlichen ergeben sich hieraus? Was kann aus der Zertifizierung für eine Eigenständige Jugendpolitik gelernt werden? Wie müssen kommunale Win-Win-Situationen für Familien und Jugendliche beschaffen sein?

Datum: 18. Juni 2019, (17:30 – 20:30 Uhr)
Ort: Rathaus Kirchberg, Festsaal, Neumarkt 2, 08107 Kirchberg

Gemeinsam mit etwa 25 Gästen diskutierten Staatssekretärin Regina Kraushaar und Bürgermeisterin Dorothee Obst über Familien- und Jugendpolitik, lokale Infrastrukturen und kommunale Entwicklungsprozesse sowie über Mitbestimmung und Beteiligung. Im Perspektivpapier sind die wesentlichen Diskussionsergebnisse zusammengefasst.

Berufliche Bildung — Sprungbrett in die Selbständigkeit

Beschreibung - Berufliche Bildung

Die berufliche Ausbildung markiert für viele junge Erwachsene den Übergang in die Selbständigkeit, vor allem auch in ökonomischen Fragen. Aber gerade in diesem Lebensabschnitt werden auch unwahrscheinlich viele Entwicklungen in Bezug auf eigene Haltungen und Werte angestoßen. Hierbei ist zu erkennen, dass in der Berufsbildung kaum Räume für die Auseinandersetzung und Reflexion eigener Haltungen und Werte bereitstehen, obwohl unsere Arbeitswelt in hohem Maße an kreativen und engagierten sowie sozial kompetenten Mitarbeiter*innen interessiert ist.

Welche Vereinbarungen und Arrangements sind in diesem Feld überhaupt denkbar, um junge Menschen in ihrer Entwicklung im Sinne einer Eigenständigen Jugendpolitik zu unterstützen? Wie können Veränderungen in der Berufsbildung aussehen, um diese Auseinandersetzung zu fördern und wer trägt hierbei entscheidenden Anteil?

Datum: 14. Februar 2019 (16.00 bis 19.30 Uhr)
Ort: VDI-GaraGe gemeinnützige GmbH, Karl-Heine-Straße 97, 04229 Leipzig

Gemeinsam mit etwa 15 Gästen wurde über die Realitäten beruflicher Bildung heute und die Herausforderungen im Kontext unserer Demokratie für Morgen diskutiert. Im Perspektivpapier sind die wesentlichen Diskussionsergebnisse zusammengefasst.

Ein Jahr Kinder- und Jugendbeteiligung als Soll-Bestimmung in der Sächsischen Kommunalverfassung – Bestandsaufnahme und Perspektiven

Beschreibung - Ein Jahr Kinder- und Jugendbeteiligung

Zum 01.01.2018 wurde die Kinder- und Jugendbeteiligung als Soll-Bestimmung in der Sächsischen Städte- und Gemeindeordnung (§ 47a) sowie der Landkreisordnung (§ 43a) verankert.

Einige Akteure nutzten diesen Anlass, sich dem Thema zu widmen. Darüber hinaus hatte sich eine Vielzahl von Städten und Gemeinden bereits (weit) im Vorfeld dieser Bestimmung auf den Weg der Beteiligung junger Menschen begeben. Somit existiert in Sachsen eine bunte „Beteiligungslandschaft“, in der vielfältige Formen und Verfahren der Kinder- und Jugendbeteiligung Platz finden. Je nach Anlass oder Zielsetzung der Akteure vor Ort reicht das Spektrum von kleineren Projekten zur Ausgestaltung eines Gemeindefestes bis hin zu stärker institutionalisierten Formen, wie etwa Jugendparlamenten. Einzelne Träger der Jugendhilfe, Beteiligungsnetzwerke sowie verschiedene Stiftungen begleiten diese Arbeit programmatisch und unterstützen mit Knowhow.

Wir nehmen die Veranstaltung zum Anlass, um gemeinsam eine Rückschau und Bestandsaufnahme vorzunehmen sowie künftige Perspektiven abzustecken. Welche Verständnisse von Kinder- und Jugendbeteiligung gibt es? Welche Unterstützungsstrukturen existieren auf der Landes-, Landkreis oder auf der kommunalen Ebene – und wie wirken sie? Wie lassen sich unterschiedliche Zuständigkeiten und Arbeitsfelder gut koordinieren bzw. konstruktiv verbinden, um jungen Menschen einen gesellschaftlichen Raum zum Einbringen und Gestalten ihrer Interessen zu ermöglichen? Was funktioniert schon gut und wo liegen noch Entwicklungspotentiale, wenn es darum geht, gelebte Praxis vor Ort mit politischen bzw. strukturellen Rahmenbedingungen in Übereinklang zu bringen?

Datum: 7. Februar 2019 (17.00 bis 20.30 Uhr)
Ort: Parkschlösschen Brandis, Bahnhofstraße 22, 04821 Brandis

Perspektiven und Ergebnisse der Veranstaltungsreihe #lassunsreden 2018

Die Jugend als eigenständige Lebensphase mit spezifischen Chancen und Herausforderungen markiert den Leitgedanken für die Ausgestaltung einer Eigenständigen Jugendpolitik. Sie muss eine Politik für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen sein, muss unterschiedliche Lebensentwürfe, Lebenswelten und Bedürfnisse anerkennen, respektieren und fördern.

Dieser Herausforderung stellt sich die JUST - Jugendstiftung Sachsen gemeinsam mit örtlichen und überörtlichen Akteuren der sächsischen Kinder- und Jugendhilfe. An dieser Stelle möchten wir unsere Ergebnisse und Perspektiven für eine Eigenständige Jugendpolitik in Sachsen vorstellen.

„Die sind doch viel zu jung!“ — Selbstverwaltete Räume für Jugendliche

Beschreibung - Selbstverwaltete Räume für Jugendliche

Auf der Suche nach altersgerechten Treffpunkten ergeben sich viele Herausforderungen. Wie weit reicht kommunales Vertrauen? Wie lässt sich ein rechtlicher Rahmen für U18-Treffs finden? Welches Gewicht hat Jugendschutz in unserer Gesellschaft? Wie groß darf der Einfluss der Erwachsenen sein? Was passiert mit Räumen, wenn die Zahl der Jugendlichen wieder sinkt?

Durch Geburtenknick und Arbeitswanderung in den 2000er Jahren dünnten sich die peergroups bei den klassischen Jugendlichen von 14 bis 21 Jahren dramatisch aus. Daraus folgte die Überalterung der Jugendclubs bzw. die Umnutzung oder der Verkauf leer stehender Jugendräume. Seit einigen Jahren lässt sich aber eine rückläufige Entwicklung dieses Trends beobachten.

Auch wenn die Generation der 18- bis 21 Jährigen zur Ausbildung oder zum Studium immer noch in die Großstädte abwandern, sind es insbesondere die immer größer werdenden Straßencliquen von 12- bis 16-Jährigen der Klein- und Mittelstädte sind es, die bei der Suche nach einem altersgerechten Treffpunkt mehr und mehr aufbegehren. Allerdings sorgt der Minderjährigen-Status dafür, dass ohne erwachsenen Beistand kaum eine Kommune bereit ist, den jungen Wilden Nutzungsrechte einzuräumen.

Wie findet sich nun ein rechtlicher Rahmen für U18-Treffs? Wie weit reicht kommunales Vertrauen unter dem „Was-wenn-was-passiert“-Damoklesschwert? Welches Gewicht hat Jugendschutz in unserer Gesellschaft? Gibt es gemeinsame Nenner in den Erwartungshaltungen der Jugendlichen und denen der Erwachsenen? Wie groß sollte die Verantwortungsübernahme der Kommunenverwaltung und darf Einfluss der Erwachsenen sein? Was ist mit festen Räumen, wenn der Strom der gerade ansteigenden Cliquenzahl wieder versiegt?

Datum: 14. November 2018 (16.00 bis 19.30 Uhr)
Ort: Werk Zwo (Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit e.V.), Lutherstraße 13, 01877 Bischofswerda, www.kijunetzwerk.de

Mit Jugend(sub)kultur das Gemeinwesen gestalten

Beschreibung - Mit Jugend(sub)kultur das Gemeinwesen gestalten

Wenn es darum geht, ein attraktives und lebenswertes Umfeld für junge Menschen zu bieten, scheinen kleinere oder mittelgroße Städte auf den ersten Blick schlechter abzuschneiden als Metropolen. Dennoch haben selbst kleinere Städte alles was es braucht, um eine Kultur aufzubauen, die von Jüngeren getragen und gestaltet wird. Schließlich sind die wichtigsten Ressourcen für neue Ideen und tragfähige Konzepte die jungen BewohnerInnen selbst. Beispielgebend für kreative und jugendgemäße Konzepte steht aktuell die Stadt Görlitz. Die Görlitzer Jugend- und Kulturszene hat in den vergangenen Jahren einiges an revitalisierenden Entwicklungen im Bereich Start-ups, Kreativwirtschaft und junge Szenen hervorgebracht, welche die Stadt an der Neiße enorm beleben.

Welche Rahmen- und Gelingensbedingungen gab und gibt es für diese Entwicklung? Welchen Beitrag können kommunale Akteure aus ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich heraus leisten, wenn es darum geht, ein jugendgerechtes und lebendiges Gemeinwesen zu gestalten? Und wie lassen sich die Erkenntnisse auch auf andere Städte und Regionen übertragen?

Datum: 20. September 2018 (14.00 bis 17.00 Uhr)
Ort: RABRYKA – Plattform für Stadtgestaltung, Bautzener Straße 32, 02826 Görlitz

Zeitgemäße und innovative Arbeitswelten

Beschreibung - Zeitgemäße und innovative Arbeitswelten

Mit dem Kommunikations- und Arbeitsschwerpunkt "Gute Arbeit für Sachsen" verfolgt das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft-, Arbeit und Verkehr (SMWA) die Zielstellung, den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Sachsen nachhaltig zu stärken und dessen Attraktivität zu erhöhen. Die CDU Sachsen möchte mit dem „Starfög“ junge Erwachsene unterstützen, die sich mit einer eigenen unternehmerischen Idee selbständig machen bzw. ein Unternehmen gründen wollen. Dies sind nur Beispiele für die politische Rahmung tiefgreifender Wandlungsprozesse in der Arbeitswelt und den individuellen Stellenwert von Arbeit.

Mit dem Kommunikations- und Arbeitsschwerpunkt "Gute Arbeit für Sachsen" verfolgt das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft-, Arbeit und Verkehr (SMWA) die Zielstellung, den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Sachsen nachhaltig zu stärken und dessen Attraktivität zu erhöhen. Die CDU Sachsen möchte mit dem „Starfög“ junge Erwachsene unterstützen, die sich mit einer eigenen unternehmerischen Idee selbständig machen bzw. ein Unternehmen gründen wollen. Dies sind nur Beispiele für die politische Rahmung tiefgreifender Wandlungsprozesse in der Arbeitswelt und den individuellen Stellenwert von Arbeit.

Das Konzept der Eigenständigen Jugendpolitik stärkt das Mitdenken und Mitgestalten junger Menschen in unserer Gesellschaft. In zeitgemäßen Führungskonzepten und Unternehmenskulturen wird die Bedeutung von Beteiligung, Autonomie und sinnhafter Tätigkeit unterstrichen. Der Spielraum zur Umsetzung eigener Ideen und das Gefühl der Selbstverwirklichung ist für (junge) Menschen genauso wichtig, wie der Weg in die ökonomische Unabhängigkeit.

Vor diesem Kontext stellt sich die Frage nach der „Guten Arbeit“ in vielfältiger Weise und es lohnt sich, diese Aspekte mit einer spezifisch jungen Perspektive zu diskutieren. Ob Selbständigkeit oder Angestelltenverhältnis, welche konkreten Vorstellungen haben junge Erwachsene von einer "guten Arbeit"? Wie sollten Unternehmenskulturen, Arbeitsorganisation und Förderinstrumente gestaltet sein, damit sich junge Menschen angesprochen fühlen und damit sie sich mit ihrem beruflichen Alltag identifizieren können?

Datum: 17. April 2018, 16:00 – 19:30 Uhr
Ort: VDI-GaraGe gemeinnützige GmbH, Karl-Heine-Straße 97, 04229 Leipzig

Perspektiven und Ergebnisse der Veranstaltungsreihe #lassunsreden 2017

Die Jugend als eigenständige Lebensphase mit spezifischen Chancen und Herausforderungen markiert den Leitgedanken für die Ausgestaltung einer Eigenständigen Jugendpolitik. Sie muss eine Politik für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen sein, muss unterschiedliche Lebensentwürfe, Lebenswelten und Bedürfnisse anerkennen, respektieren und fördern.

Dieser Herausforderung stellt sich die JUST - Jugendstiftung Sachsen gemeinsam mit örtlichen und überörtlichen Akteuren der sächsischen Kinder- und Jugendhilfe. An dieser Stelle möchten wir unsere Ergebnisse und Perspektiven für eine Eigenständige Jugendpolitik in Sachsen vorstellen.

Macht Schule Demokratie? Zum Beteiligungsverständnis sächsischer Schulen.

Beschreibung - Macht Schule Demokratie?

Wie beteiligungsfreundlich geht es an sächsischen Schulen zu? Wie können und wie werden sich die mehr als 350.000 sächsischen Schüler/innen aktiv an der Ausgestaltung des schulischen Lernens und Lebens beteiligen? Regelungen dazu finden sich in der Sächsischen Schülermitwirkungsverordnung (SMVO), hier werden Mitbestimmungsrechte und Beteiligungsverfahren konkretisiert.

In Sachsens Schulen ist Bewegung. Mit dem Schuljahr 2017/18 greifen Regelungen des novellierten Schulgesetzes ebenso gibt es personelle Effekte durch das Landesprogramm Schulsozialarbeit und die vermehrte Einstellung von Quereinsteiger/innen. Im Kultusministerium erarbeitet ein neu geschaffenes Referat Ansätze, Formate und Möglichkeiten für die politische Bildung im Unterricht. Der Landesschülerrat bringt sich beharrlich mit den Ideen und Wünschen der sächsischen Schüler/innenschaft in die Diskussionen ein.

Was kommt davon vor Ort in den Schulen an? Wie beteiligungsfreundlich geht es an sächsischen Schulen zu? Wie können und wie werden sich die mehr als 350.000 sächsischen Schüler/innen aktiv an der Ausgestaltung des schulischen Lernens und Lebens beteiligen? Regelungen dazu finden sich in der Sächsischen Schülermitwirkungsverordnung (SMVO), hier werden Mitbestimmungsrechte und Beteiligungsverfahren konkretisiert. In Folge des novellierten Schulgesetzes wird die SMVO derzeit ebenfalls überarbeitet. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen Ideen und Wünsche diskutieren und notwendige Änderungen und Verbesserungen für die demokratischen Mitbestimmungsrechte sächsischer Schüler/innen zusammentragen. Nutzen wir die Gelegenheit, mischen wir uns ein!

Datum: 6. Dezember 2017 (Veranstaltung wurde vom 18.10.2017 verschoben)
Ort: riesa efau Kultur Forum, Wachsbleichstraße 4A, 01067 Dresden

Schon gecheckt? Jugendcheck – Instrument der Kinder- und Jugendpolitik in Sachsen?!

Veranstaltungsfoto Schon gecheckt? Jugendcheck
Beschreibung - Jugendcheck in Sachsen?

Mit dem Ansatz der Eigenständigen Jugendpolitik werden junge Menschen wieder in den Fokus der sächsischen Landespolitik gerückt. Ein breit diskutiertes Instrument in der Implementierung neuer jugendpolitischer Strategien ist der „Jugendcheck“. Dieser kann Politik und Verwaltung darin unterstützen, die Auswirkungen von Entscheidungen und Gesetzen auf die Lebenswirklichkeit junger Menschen zu überprüfen. Erste Ideen und Verfahren dazu wurden bereits auf Bundes- und Landesebene diskutiert und entwickelt.

Gemeinsam mit etwa 25 Teilnehmer/innen diskutierten wir sächsische Entwicklungsmöglichkeiten, Wege und Chancen einer Implementierung auf Landesebene. In der nachfolgenden Zusammenfassung sind die wesentlichen Diskussionsergebnisse dargestellt.

Datum: 15. Juni 2017, 16:00 – 19:30 Uhr
Ort: Haus an der Kreuzkirche, Mauersberger-Saal, An der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden

Jugendcheck lokal – Ein Instrument für die Kinder- und Jugendpolitik auf kommunaler Ebene?!

Veranstaltungsfoto Schon gecheckt? Jugendcheck
Beschreibung - Jugendcheck lokal?

Mit dem „Jugendcheck“ wird die Implementierung von Verfahren und Hilfsmitteln bezeichnet, die Politik und Verwaltung darin unterstützen, die (nichtintendierten) Auswirkungen von Entscheidungen und Gesetzen auf die Lebenswirklichkeit junger Menschen zu überprüfen und damit politisches Handeln besser auf Jugend auszurichten. Im Zentrum der Debatte steht ein erweitertes und vielfältiges, nicht allein durch Problem- und Krisenzuschreibungen geprägtes Bild von Jugend. Erste Ideen und Verfahren wurden auf Bundes- und Landesebene diskutiert und entwickelt, wir möchten Umsetzungsmöglichkeiten für Kommunen diskutieren.

Gemeinsam wurden die Grundsätze, Konturen und Potentiale einer Implementierung des Jugendchecks in der Kommune besprochen (eine Veranstaltung mit übergeordnete Perspektive auf den Freistaat Sachsen wurde bereits am 15. Juni 2017 durchgeführt). In der nachfolgenden Zusammenfassung sind die wesentlichen Diskussionsergebnisse dargestellt.

Datum: 19. September 2017, 16:00 Uhr
Ort: Weltecho im Haus “Kammer der Technik”, Annaberger Str. 24, 09111 Chemnitz

Perspektiven und Ergebnisse der Veranstaltungsreihe #lassunsreden 2016

Die Jugend als eigenständige Lebensphase mit spezifischen Chancen und Herausforderungen markiert den Leitgedanken für die Ausgestaltung einer Eigenständigen Jugendpolitik. Sie muss eine Politik für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen sein, muss unterschiedliche Lebensentwürfe, Lebenswelten und Bedürfnisse anerkennen, respektieren und fördern.

Dieser Herausforderung stellt sich die JUST - Jugendstiftung Sachsen gemeinsam mit örtlichen und überörtlichen Akteuren der sächsischen Kinder- und Jugendhilfe. An dieser Stelle möchten wir unsere Ergebnisse und Perspektiven für eine Eigenständige Jugendpolitik in Sachsen vorstellen.

Leitplanken für die jugendgerechte Kommune

Leitplanken für die jugendgerechte Kommune

Für die Entwicklung und Umsetzung der Eigenständigen Jugendpolitik spielen die Kommunen, die Städte und Gemeinden, in denen die jungen Menschen mit ihren Familien leben und ihren Alltag gestalten, die entscheidende Rolle.Im unmittelbaren Lebensumfeld müssen die Rahmenbedingungen für eine jugendgerechte Gesellschaft entwickelt und hergestellt werden, nur vor Ort können lebensweltliche Konzepte und Lösungen erarbeitet und umgesetzt werden.

Hierzu ist es notwendig, mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie den zentralen gesellschaftlichen Akteuren aus Zivilgesellschaft, Schule, Jugendhilfe, Wirtschaft u.v.m. ins Gespräch zu kommen, die zentralen Handlungsfelder zu identifizieren und Eckpunkte für eine gemeinsame Strategie zu vereinbaren.

Datum: 7. April 2016, 14:00 – 19:30 Uhr
Ort: Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig

Freiraum für Jugend und Funktionen der Jugendarbeit

Freiraum für Jugend und Funktionen der Jugendarbeit

Am Beispiel des jugendkulturellen Freiraums „Dorf der Jugend“ möchten wir die Aspekte Zeit, Raum und freie Entfaltung von Jugendlichen in den Blick nehmen, die Rolle und Funktion der Jugendarbeit diskutieren und Ableitungen für die Gestaltung einer Eigenständigen Jugendpolitik in Sachsen treffen.

Datum: 13. Juni 2016, 16:00 – 19:30 Uhr
Ort: Alte Spitzenfabrik, Dornaer Weg 2, 04668 Grimma

Nicht nur eine Frage der Qualität der (politischen) Bildung: Jugendgerechtigkeit auf dem Bildungsweg

Nicht nur eine Frage der Qualität der (politischen) Bildung: Jugendgerechtigkeit auf dem Bildungsweg

Was kennzeichnet eine Qualität in der politischen Bildung? Wie kann und weshalb muss Schule auch den Übergang zur Ausbildung durch politische Bildung vorbereiten? Welche Prägung muss ein Schulalltag haben, um Werte der Demokratie nicht nur lern- sondern auch erfahrbar sein zu lassen? Und gibt es Formen gelebter Jugendgerechtigkeit am Bildungsort Schule?

Datum: 30. August 2016, 16:00 – 19:30 Uhr
Ort: Kulturfabrik Hoyerswerda e.V., Braugasse 1, 02977 Hoyerswerda

Fachpolitisches Hearing: #lassunsreden – Jugendzeit

Die Jugend als eigenständige Lebensphase mit spezifischen Chancen und Herausforderungen markiert den Leitgedanken für die Ausgestaltung einer Eigenständigen Jugendpolitik. Sie muss eine Politik für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen sein, muss unterschiedliche Lebensentwürfe, Lebenswelten und Bedürfnisse anerkennen, respektieren und fördern. Eine Eigenständige Jugendpolitik ist Zukunftspolitik für unsere Gesellschaft und Gegenwartspolitik für junge Menschen.

Datum: 18. Oktober 2016, 16:00 – 19:30 Uhr
Ort: Bärenzwinger, Brühlscher Garten 1, 01067 Dresden

Perspektiven und Ergebnisse der Veranstaltungsreihe #lassunsreden 2015

Die Jugend als eigenständige Lebensphase mit spezifischen Chancen und Herausforderungen markiert den Leitgedanken für die Ausgestaltung einer Eigenständigen Jugendpolitik. Sie muss eine Politik für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen sein, muss unterschiedliche Lebensentwürfe, Lebenswelten und Bedürfnisse anerkennen, respektieren und fördern.

Dieser Herausforderung stellt sich die JUST - Jugendstiftung Sachsen gemeinsam mit örtlichen und überörtlichen Akteuren der sächsischen Kinder- und Jugendhilfe. An dieser Stelle möchten wir unsere Ergebnisse und Perspektiven für eine Eigenständige Jugendpolitik in Sachsen vorstellen.

Eigenständige Jugendpolitik – was ist das (nicht)?

Die Jugend als eigenständige Lebensphase mit spezifischen Chancen, Aufgaben und Herausforderungen markiert den Leitgedanken und die politische Motivation für die Ausgestaltung einer Eigenständigen Jugendpolitik. Sie muss eine Politik für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen sein, muss unterschiedliche Lebensentwürfe und Bedürfnisse anerkennen, respektieren und fördern.

Datum: 2. Juni 2015, 16:00 Uhr
Ort: riesa efau. Kultur Forum Dresden, Dachsaal, Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden

Mit mehr als 40 Teilnehmer_innen wurden die Aspekte und Facetten einer Eigenständigen Jugendpolitik in Sachsen diskutiert und Herausforderungen erarbeitet. In der nachfolgenden Zusammenfassung sind die wesentlichen Diskussionsergebnisse dargestellt.

Einmischen und Mitgestalten

Wie können gute Voraussetzungen für eine gelingende Beteiligung junger Menschen geschaffen und wer sollte hiervon überzeugt und eingebunden werden? Was Jugendliche benötigen sind vorbedingungsarme Gelegenheitsstrukturen für individuelle und gemeinsame Aktivitäten, Ausdrucksformen und Kreativität, in deren Nutzung wichtige Anstöße für die gesellschaftlichen Entwicklungsprozesse vor Ort entstehen können.

Datum: 11. Juni 2015, 16:00 Uhr
Ort: Soziokulturelles Zentrum „Alte Brauerei“, Geyersdorfer Straße 34, 09456 Annaberg-Buchholz

Mit etwa 30 Teilnehmer_innen wurden die Aspekte und Facetten einer kommunalen Kinder- und Jugendbeteiligung beleuchtet und benötigte Rahmenbedingungen für erfolgreiche Beteiligungsprozesse in Sachsen diskutiert. In der nachfolgenden Zusammenfassung sind die wesentlichen Diskussionsergebnisse dargestellt.

Jugend auf dem Lande

Das Aufwachsen junger Menschen verändert sich rapide – eine enorm gestiegene und kontinuierlich steigende Bedeutung medialer und virtueller Lebenswelten und Freizeitgestaltung als quasi gegenläufiger Prozess zu einer verinselten, analogen Kindheit und Jugend vor allen in den strukturarmen ländlichen Räumen; eine beständige digitale Vernetzung und Kommunikation mit Gleichaltrigen und den eigenen Eltern, die eine gefühlte Gleichzeitigkeit trotz räumlicher Distanz herstellt; vor allem in ländlichen Regionen spür- und sichtbare Einschränkungen in der öffentlichen Mobilitätsgarantie, den Bildungs- und Freizeitinfrastrukturen, den alternativen Angeboten und Ausdrucksmöglichkeiten in der Jugendkultur.

Mit „Jugend im Blick – Regionale Bewältigung demografischer Entwicklungen“ legt das Deutsche Jugendinstitut einen Projektbericht vor, in dem wesentliche Handlungsfelder für eine Eigenständige Jugendpolitik in ländlichen Räumen benannt werden – jungen Menschen geht es um ihre Freizeitgestaltung (hier fühlen sie sich im Zugang benachteiligt), Jugendliche fühlen sich mit ihren Belangen in politischen Entscheidungen kaum berücksichtigt und sie müssen ihre individuelle Zukunft unter den gegebenen Rahmenbedingungen planen und gestalten. Fragen der Mobilität und Erreichbarkeit sowie der virtuellen Vernetzung stellen sehr wichtige Querschnittsaspekte dar.

Datum: 2. September 2015, 16:00 Uhr
Ort: Ratssaal, Altes Jagdschloss 1, 04779 Wermsdorf

Mit etwa 30 Teilnehmer_innen wurden die Aspekte und Facetten von Jugendzeit im ländlichen Raum, insbesondere bzgl. Infrastruktur, Freizeit und Mobilität diskutiert. In der nachfolgenden Zusammenfassung sind die wesentlichen Diskussionsergebnisse dargestellt.